Was sind Hormone

Hormone sind körpereigene Informationsübermittler, sogenannte Botenstoffe, die die verschiedensten Vorgänge in unserem Körper steuern.

 

Eine Gruppe davon sind die Geschlechts- oder Sexualhormone,

  • die unter anderem für die Entwicklung der Geschlechtsorgane und -merkmale verantwortlich sind und
  • den Fortpflanzungszyklus regulieren.

 

Zu den wichtigsten weiblichen Geschlechtshormonen zählen die Östrogene und Gestagene.

Östrogene

Östrogene werden hauptsächlich im Eierstock produziert. Reguliert wird die Östrogenproduktion durch eine Zentrale im Gehirn. Durch Regelkreise wird die Produktion im Eierstock angeregt oder gestoppt. Die höchste Östrogenkonzentration wird kurz vor dem Eisprung erreicht. Danach fällt es wieder ab und das zweite wichtige Hormon, das Gestagen, wird aktiv.

 

Das Östrogen bewirkt die Ausbildung der Brust, den Aufbau der Milchdrüsen, eine Vergrößerung der Gebärmutter und den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. Zudem sind Östrogene wichtig für den Knochenaufbau. Zusätzlich haben Östrogene eine Blutdruck senkende Wirkung, sie heben die Stimmung, glätten die Haut indem Wasser eingelagert wird und fördern die Darmtätigkeit.

Gestagene

Im zweiten Teil des Zyklus spielt das Gestagen die Hauptrolle: Es wird ebenfalls im Eierstock gebildet und zwar in den Zellen des Eibetts, wo die Eizelle herangereift ist. Diese Zellen verfärben sich gelblich, weshalb das Gestagen auch Gelbkörperhormon genannt wird. Es lässt die Gebärmutterschleimhaut heranreifen, die dann eine befruchtete Eizelle aufnehmen kann. Zudem verdickt es am Gebärmuttereingang einen Schleimpfropf, der so undurchdringbar für Samenzellen des Mannes wird.

 

Hat sich eine Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut eingenistet, erhält das Gestagen aus dem Eierstock für die ersten 12 Wochen die Schwangerschaft, bis der Mutterkuchen ausgereift ist und diese Funktion übernehmen kann. Gestagene verhindern zudem, dass ein neues Ei aus dem Eierstock springt.

 

Kurz vor der zu erwartenden Regelblutung sinkt der Gestagen Spiegel wieder ab, die Gebärmutterschleimhaut wird abgebaut und dünner.

 

Eher unerwünschte Wirkungen auch des körpereigenen Gestagens können eine gedämpfte Stimmungslage, Spannungsgefühle in den Brüsten, Akne und Kopfschmerzen sein. Auch kann es zu Gewichtsschwankungen, meistens durch vermehrte Wassereinlagerungen, kommen. Häufig bessern sich die Symptome dann, wenn die Regelblutung einsetzt.

Frau sein