World Contraception Day (WCD) - Weltverhütungstag

Der Weltverhütungstag (World Contraception Day) findet jährlich am 26. September statt und ist in über 70 Ländern ein offiziell anerkannter Tag. Er verfolgt die Vision, dass jede Schwangerschaft auf der Welt gewollt ist. Um dies zu erreichen, sollen vor allem Jugendliche zu den Themen sexuelle Gesundheit und Verhütungsmethoden entsprechend aufgeklärt sein, damit sie wohl überlegte Entscheidungen treffen und ihre Zukunft selbst gestalten können.

 

Die Weltverhütungstags-Koalition teilt, aufbauend auf dem Motto „Es ist dein Leben, es ist deine Zukunft“, die Überzeugung, junge Menschen dazu zu ermutigen, Verhütung in deren Lebensplanung einzubauen und dadurch ungeplante Schwangerschaften sowie sexuell übertragbare Krankheiten zu vermeiden.

Diesjähriger Fokus des Weltverhütungstags

Regelmäßige Verhütung im stressigen Alltag junger Frauen – Wir alle kennen das Problem: der Alltag ist hektisch, der Terminkalender ist voll und die „To-Do‘s“ nehmen kein Ende. Um die korrekte Einnahmezeit der Pille einzuhalten, ist organisatorisches Geschick gefragt!

 

Die von Bayer in Auftrag gegebene internationale Umfrage „Millenials and Contraception – Why do we forget?“ untersuchte, wie sich Veränderungen der gewohnten Routine bei jungen Frauen der Generation „Millenials“ (kurz vor der Jahrtausendwende geborene Frauen und nun zwischen 21 und 29 Jahre alt) auf Alltägliches auswirken kann. Sämtliche Teilnehmerinnen der Umfrage bestätigten, dass sie regelmäßig Alltagstätigkeiten - so auch die Pilleneinnahme - vergessen. 39% der befragten Frauen gaben an, die Einnahme mindestens einmal im vergangenen Monat vergessen zu haben. Hauptgründe seien ein hektischer Alltag und die Aufbewahrung der Pille außerhalb der Sichtweite.1

Ziele

Basierend auf der Mission, dass jede Schwangerschaft zukünftig gewollt sein soll, hat die Weltverhütungstags-Koalition sich auf vier Hauptziele auf dem Gebiet der Verhütung geeinigt:

 

1. Sexualaufklärung verbessern
Wissen ist Macht. Damit Verhütung ein fixer Bestandteil in der Lebensplanung von jungen Menschen wird, müssen diese umfassend über ihre Möglichkeiten und Rechte bezüglich Sexualität und Fortpflanzung informiert werden. Jugendliche benötigen eine altersgerechte Aufklärung und damit verbunden neutrale Informationsquellen, welche sie über alle Verhütungsmethoden in Kenntnis setzen. Es gilt, speziell den Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrern ein vollständiges Informationsnetzwerk zu den Themen Sexualkunde und Verhütungsmethoden zur Verfügung zu stellen, damit Jugendliche auf all ihre Fragen eine adäquate Antwort bekommen.
2. Zugang zu Gesundheitsthemen erleichtern
Selbstbestimmung ist der Schlüssel. Jugendliche müssen in der Lage sein, mit dem nötigen Selbstbewusstsein und den erforderlichen Fertigkeiten an Themen wie sexuelle Gesundheit und Fortpflanzung heranzugehen. Sie sollten einfachen Zugang zu zuverlässigen sowie vertrauenswürdigen Gesundheitsdienstleistungen bekommen und darüber hinaus auch zu allen aktuellen Verhütungsmethoden. Medizinisches Fachpersonal auf der ganzen Welt muss dazu bereit sein, Jugendliche zu beraten ohne diese zu diskriminieren oder zu verurteilen.
3. Kulturelle Tabus herausfordern
Sex ist mehr als nur Fortpflanzung. Verhütung sollte niemals ein Tabu -Thema darstellen! Kulturelle und soziale Normen, welche von Jugendlichen verlangen, keinen Sex zu haben oder auch nicht darüber zu sprechen, nehmen diesen die Möglichkeit, wichtige Fragen zu stellen. Respektloser sowie voreingenommener Umgang von medizinischem Fachpersonal mit Jugendlichen darf diese nicht davon abhalten, nach notwendigen Informationen zu suchen – ungeachtet von Alter, Geschlecht oder Beziehungsstatus.
4. Geschlechtliche Gleichberechtigung anstreben
Verhütung ist nicht nur Aufgabe der Mädchen und Frauen. Soziale und kulturelle Erwartungen bezüglich Rollenverteilung haben besonderen Einfluss auf junge Menschen, wenn es um sexuelle Beziehungen geht. Missverstandene Rollenbilder können zu sexueller Gewalt sowie Nötigung führen und darüber hinaus Ursache für ungeplante Schwangerschaften oder sexuell übertragbare Krankheiten (STI‘s) sein. Mädchen und junge Frauen sollten dazu ermutigt werden, Kontrolle über ihre sexuelle Gesundheit und ihren Körper zu haben. Des Weiteren ist es überaus wichtig, die Rolle von Burschen und Männern bei der Familienplanung einzubeziehen und diese bei Diskussionen bezüglich Gleichberechtigung der Geschlechter, Verhütung, sexuelle Gesundheit und Fortpflanzung zu involvieren.

Über die Weltverhütungstags-Koalition

Die Weltverhütungstags-Koalition besteht aus insgesamt 13 Partnern. Darunter sind internationale NGOs (non-governmental-organisations), eine Regierungsorganisation sowie wissenschaftliche und medizinische Gesellschaften, die allesamt an sexueller Gesundheit und Fortpflanzung interessiert sind. Diese Koalition wird von Bayer unterstützt.

 

Die Partner der Weltverhütungstags-Koalition sind:

 

  • Asia Pacific Council on Contraception (APCOC)
  • Centro Latinamericano Salud y Mujer (CELSAM)
  • Engender Health(EH)
  • European Society of Contraception and Reproductive Health (ESC)
  • DSW (Deutsche Stiftung Weltbevölkerung)
  • International Federation of Pediatric and Adolescent Gynecology (FIGIJ)
  • International Planned Parenthood Federation (IPPF)
  • Marie Stopes International (MSI)
  • Pathfinder International
  • Population Services International (PSI)
  • The Population Council
  • The United States Agency for International Development (USAID)
  • Women Deliver (WD)

 

1Opinion Health, Millennials and Contraception – Global Results, June 2016 (4.500 Frauen im Alter von 21 bis 29 Jahren, die täglich orale Kontrazeptiva verwenden, aus 9 Ländern: Belgien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Irland, Italien, Mexiko, Spanien, USA)