Was sind Hormone

Hormone haben die unterschiedlichsten Funktionen, ohne die unser Körper nicht funktionieren würde. Sie dienen als körpereigene Informationsübermittler (Botenstoffe).

 

Darunter befinden sich auch die Sexualhormone, welche unter anderem für die Entwicklung der Geschlechtsorgane und –merkmale zuständig sind aber auch die Fortpflanzung regulieren.

Was bewirken Hormone

Hormone können dir das Leben direkt vor der Regelblutung erschweren, sind aber nicht an allem Schuld was ihnen nachgesagt wird. Plötzliche Stimmungsschwankungen und Antriebslosigkeit – dieses emotionale Auf und Ab hängt mit der veränderten Produktion der Sexualhormone am Ende des Menstruationszyklus zusammen und ist ganz natürlich!

Die gute Nachricht ist, dass die von deinem Körper produzierten weiblichen Sexualhormone auch sehr viele positive Auswirkungen auf deinen Körper haben können!

  • Sie sorgen dafür, dass deine Haut elastisch bleibt und mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt wird.
  • Sie verleihen deinen Haaren Spannkraft und erhöhen die Libido (sexuelle Lust).
  • Die weiblichen Sexualhormone haben auch einen positiven Einfluss auf deinen Stoffwechsel, sie erhöhen z. B. die Knochendichte.

  • Östrogene haben auch eine Schutzfunktion für das Herz und die Gefäße. Sie senken den Gesamtcholesterinwert und verringern das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen

  • Und das Beste zum Schluss: Die weiblichen Sexualhormone sorgen – durch Fettpolster an den Hüften und dem Gesäß – für eine weibliche Silhouette. Und sie verhindern die Ansammlung von Bauchfett!

Die wichtigsten Sexualhormone sind das Östrogen und das Gestagen

Östrogen

Östrogene werden hauptsächlich im Eierstock produziert. Reguliert wird die Östrogenproduktion durch eine Zentrale im Gehirn. Durch Regelkreise wird die Produktion im Eierstock angeregt oder gestoppt. Die höchste Östrogenkonzentration wird kurz vor dem Eisprung erreicht. Danach fällt es wieder ab und das zweite wichtige Hormon, das Gestagen, wird aktiv.

 

  Das Östrogen bewirkt die Ausbildung der Brust, den Aufbau der Milchdrüsen, eine Vergrößerung der Gebärmutter und den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. Zudem sind Östrogene wichtig für den Knochenaufbau. Zusätzlich haben Östrogene eine Blutdruck senkende Wirkung, sie heben die Stimmung, glätten die Haut indem Wasser eingelagert wird und fördern die Darmtätigkeit.

Gestagen (Gelbkörperhormon)

Im zweiten Teil des Zyklus spielt das Gestagen die Hauptrolle: Es wird ebenfalls im Eierstock gebildet und zwar in den Zellen des Eibetts, wo die Eizelle herangereift ist. Diese Zellen verfärben sich gelblich, weshalb das Gestagen auch Gelbkörperhormon genannt wird. Es lässt die Gebärmutterschleimhaut heranreifen, die dann eine befruchtete Eizelle aufnehmen kann. Zudem verdickt es am Gebärmuttereingang einen Schleimpfropf, der so weitgehend undurchdringbar für die Samenzellen des Mannes wird.

 

Hat sich eine Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut eingenistet, erhält das Gestagen aus dem Eierstock für die ersten 12 Wochen die Schwangerschaft, bis der Mutterkuchen ausgereift ist und diese Funktion übernehmen kann. Gestagene verhindern zudem, dass ein neues Ei aus dem Eierstock springt.

 

Kurz vor der zu erwartenden Regelblutung sinkt der Gestagen Spiegel wieder ab, die Gebärmutterschleimhaut wird abgebaut und dünner.

 

Eher unerwünschte Wirkungen auch des körpereigenen Gestagens können eine gedämpfte Stimmungslage, Spannungsgefühle in den Brüsten, Akne und Kopfschmerzen sein. Auch kann es zu Gewichtsschwankungen, meistens durch vermehrte Wassereinlagerungen, kommen. Häufig bessern sich die Symptome, wenn die Regelblutung einsetzt.